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Pwg nach Musterblatt IIa3 (2)
Teil 2
Der Wagenkastenumbau
Ich begann mit dem Abschneiden des Einstiegraumes. Dabei kann man ruhig ein bißchen mehr Wand stehen lassen als nötig. Lieber hinterher gefeilt als gespachtelt!
Die Rückwand des Zugführerabteils ist nur eingesteckt. sie läßt sich leicht entfernen, wenn das Dach ebenfalls weggeschnitten ist. Bei Abschneiden des Daches darauf achten, daß nach oben, also vom eigentlichen, runden Dach, rund 3 mm stehen bleiben. Das Dach der Zugführerabteile der Bauarten bis 1912 saß höher als das Ladraumdach. Würde man den GFN-Wagen nutzen, müßte die Wand durch Polystyrolprofil erhöht werden.
Das stehenbleibende Dach ist dick genug, um es auf Wandstärke runterzufeilen. Das geschieht am besten im Zusammenhang mit der Entfernung der Knotenbleche und der Diagonalstrebe (die der Fleischmann widerum nicht hat)

 
Bild 4:
die runtergefeilte Seitenwand
Weg müssen neben der Diagonalstrebe und den Knotenblechen auch der Zettelkasten links. Runterfeilen halte ich für günstiger als Wegschnitzen der Teile, das wird nie so richtig sauber.
Das Dach wird ebenfalls bis auf Wandstärke runtergefeilt und dabei sollte man versuchen, die Kastenstütze im oberen Bereich zu restaurieren. Nun werden die Bretterfugen nachgeritzt, dann sollte man kontrollieren, ob nicht noch Erhebungen der Anbauteile zu sehen sind, wie auf folgendem Bild die Diagonalstrebe. Zum Vorritzen habe ich ein Teppichmesser benutzt und dann die Fugen mit einem kleinen, scharfen Schraubenzieher nachbearbeitet. Vorsicht beim ersten Ritzen, nur ganz sachte aufdrücken. Wer würgt, gleitet weg und dann gibt es unschöne Schlangenlinien, so wie bei mir.
 
Bild 5: Andere Perspektive
Obiges Bild zeigt nach dem Ritzen und Abfeilen noch die Erhebung der ehemaligen Diagonalstrebe. Das muß unbedingt noch runtergefeilt werden, sind doch solche Beulen unter der Lackierung später deutlich sichtbar.
Nun wird die Stirnwand des Pwi auf Maß gebracht und eingesetzt. Beim EJ-Umbau muß die Wand noch verbreitert werden, hier paßt sie wegen der stärkeren Wand des Pikowagens so. Das Dach probeweise aufgelegt, zeigt uns noch verbliebene Ungenauigkeiten.
 
Bild 6: Die probeweise eingestzte Front
Anschließend werden in der Stirnwand die Bretterfugen eingeritzt, die neue Stirnwand wird eingeklebt und die neuen, aus MS-Profil gefertigten Ecksäulen werden angeklebt. Nun muß noch das Fenster vom Abort verschlossen werden. Weil das eine furchtbare Aufgabe ist, die nie zur vollsten Zufriedenheit erfüllt wird, werde ich das Fenster beim zweiten Umbau nicht wieder verschließen.
 
Bild 7: Stirnwand eingesetzt und neue Ecksäulen angeklebt.
Auf der linken Seite muß das Fenster nach oben in den ehemaligen Dachbereich hinein erweitert werden. Auch hier habe ich ein bißchen geschnitzt, damit die Kastenstütze nicht zu früh endet.
 
Bild 8: Die linke Seite
Die neuen Ecksäulen aus Messing sind noch viel zu lang, aber das spielt z.Zt. keine Rolle. Da das Gehäuse nach dem Umbau durch die Stirnwände getragen wird, muß es auf der Zugführerseite auf Höhe gebracht werden. Ich mußte dafür etwas Polystyrol unterlegen.
Der Pwg hat im Lieferzustand ein Fenster in der Laderaumtür und keine senkrechte Strebe. Wegen meiner Unfähigkeit viereckige Fenster zu feilen, habe ich auf das Fenster verzichtet. Mein Pwg hat das mit der Grünlackierung im RAW verloren, lautet die Geschichte dazu.
 
Bild 9: Die neue Front mit den Bretterfugen.
Jetzt habe ich das Dach vom Laderaum abgeschnitten und die Reste bis auf die Seitenwände rutergefeilt. In diesem Zusammenhang bekam die Laderaumstirnwand auch gleich den größeren Radius für das Flachdach. Dabei orientierte ich mich am Dach des Pwi, welches hier nicht ohne weiteres verwendet werden kann, da es zu schmal ist.
Dann habe ich die Rückwand der Zugführerkabine eingeklebt. Zur Stabilisierung wurde die Wand mit PS-Profil befestigt:
 
Bild 10: Ein Blick in den Wagen.
Nun entschloß ich mich, alle Griffstangen und Schlußscheibenhalter neu anzufertigen, also ab mit den angespritzten Teilen. Dann erfolgte eine Grundierung. Durch sie kann man Mängel in der Oberfläche gut erkennen, so mußte ich einige Bretterfugen noch einmal nacharbeiten. Nun fiel mir auch auf, wie miserabel ich die Stirnwand eingepaßt habe, wie das folgende Bild zeigt.
 
Bild 11: Die erste Grundierung der Front.
Nun kommt man zum Ende der Umbauarbeiten am Gehäuse. Zwei zusätzliche Dachträger für das neue Laderaumdach werden eingeklebt und die Tritte und Griffe an der Rückwand müssen noch abgeschnitten werden. Dann die Wand glätten und die Bretterfugen nachritzen. Nun noch die ganzen neuen Griffstangen anbringen. Dabei orientierte ich mich an einem Vorbildfoto.

Bild 12: Die Rückseite mit den neuen Griffstangen
Das letzte Bild in diesem Bereich zeigt noch einmal die Veränderungen und auch die Mängel bei den nachgeritzten Fugen.
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